Liebe Marketing-Entscheider: Keine Angst vor Social Media

Vor ein paar Tagen war ich auf Einladung der Unternehmensberatung Batten&Company beim “CMO Best Practice Day” in Mainz. Schwerpunkt war eigentlich Content Marketing, aber irgendwie ging’s die ganze Zeit um Social Media. Eingeladen waren etwa 60 Marketing-Verantwortliche aus dem Mittelstand und aus bekannten Konzernen. Es ist schon amüsant, wenn Anfang 2013 die Marketingentscheider großer Unternehmen noch über den Sinn und Nutzen von facebook-Investments streiten. Ich nenne bewusst keine Namen, denn einige der besagten Unternehmen sind eigentlich sehr aktiv in dem Bereich Social Media. Aber die Skepsis war nicht zu überhören. “Bei facebook lässt sich irgendwie nicht der ROI messen” klang aus jeder zweiten Session und die größte Sorge war, “Was machen wir bei einem Shitstorm?”

Ich wünschte, da wäre so ein cooler Typ wie Martin Oetting vorbeigekommen und hätte seinen höchst amüsanten Vortrag zu Mundpropaganda und der Shitstorm-Angst gehalten. Hat er aber nicht, daher gibt’s diese Konserve von vimeo:

Martin Oetting – Mundpropaganda und Social Media: Mythen und Wahrheit

Wie der Versandhändler Amazon gerade (unfreiwillig) beweist, ist die Angst vor Auswirkungen eines Shitstorms tatsächlich übertrieben. Die Fanzahlen auf facebook steigen weiterhin. Wenn man auf twitter nach Amazon sucht, kommen auch nur wenige negative Tweets. Die meisten setzen sich mit der Realität auseinander, dass ein so scharfer Preiswettbewerb tatsächtlich auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen wird. Und auch von großen Boykott-Aktionen ist derweil nichts bekannt.

Was lernen wir daraus? Keine Angst vor Social Media! Wenn man keinen ROI von facebook bestimmen kann, sollte man sich zumindest mal mit den Änderungen der Rankingfaktoren von Google auseinandersetzen. Soziale Signale werden bald erheblichen Einfluss auf die Suchergebnisse haben (ist teils heute schon so mit +1). Und wenn die Kunden kritisch reagieren, sollte man zuhören und lernen, wie man sein Produkt oder seinen Service verbessern kann.

Studie: Redakteure mögen Suchmaschinen und Medienportale

Teil 4 zur Umfrage “Wie häufig nutzen Journalisten Blogs?

Journalisten nutzen Google und Nachrichtenportale häufig für die RechercheBei ihren Recherchen nutzen Journalisten viele Quellen, auch das Internet gehört seit Jahren zum Redaktionsalltag. Aber auf welchen Webseiten suchen die Berichterstatter denn nach Informationen für ihre Beiträge oder Artikel? Ganz klar: Suchmaschinen sind auf Platz 1. Nahezu alle Journalisten starten dort ihre Informationssuche. Aber was kommt danach? Webseiten von Unternehmen und den Kollegen folgen in der Beliebtheit auf Platz 2 und 3 mit fast identischen 84 bzw. 83 Prozentpunkten. Das zeigen die Ergebnisse aus meiner Umfrage “Wie häufig nutzen Journalisten Blogs?”, bei der als Vergleichwert auch die Webnutzung abgefragt wurde. Warum habe ich diese Zahlen erhoben und ausgewertet? Ich wollte damit einordnen, wie sich Blogs  als Recherchequelle im Vergleich zu anderen Webseiten schlagen. Weiterlesen →