Studie: Redakteure mögen Suchmaschinen und Medienportale

Teil 4 zur Umfrage “Wie häufig nutzen Journalisten Blogs?

Journalisten nutzen Google und Nachrichtenportale häufig für die RechercheBei ihren Recherchen nutzen Journalisten viele Quellen, auch das Internet gehört seit Jahren zum Redaktionsalltag. Aber auf welchen Webseiten suchen die Berichterstatter denn nach Informationen für ihre Beiträge oder Artikel? Ganz klar: Suchmaschinen sind auf Platz 1. Nahezu alle Journalisten starten dort ihre Informationssuche. Aber was kommt danach? Webseiten von Unternehmen und den Kollegen folgen in der Beliebtheit auf Platz 2 und 3 mit fast identischen 84 bzw. 83 Prozentpunkten. Das zeigen die Ergebnisse aus meiner Umfrage “Wie häufig nutzen Journalisten Blogs?”, bei der als Vergleichwert auch die Webnutzung abgefragt wurde. Warum habe ich diese Zahlen erhoben und ausgewertet? Ich wollte damit einordnen, wie sich Blogs  als Recherchequelle im Vergleich zu anderen Webseiten schlagen.

Würde man einen Vergleich der Webseiten-Zahlen mit der Blognutzung ziehen, kommt man mit 67 Prozent Blognutzung auf etwa den selben Wert wie für die Nutzung staatlicher Webseiten. Diese liegen in der Beliebtheit damit noch deutlich vor den Seiten der NGOs (bsp. Verbände und Vereine). Ein ähnliches Bild hatte sich bereits bei den verschiedenen Blog-Kategorien gezeigt, die von Redakteuren genutzt werden, auch hier lagen nichtstaatliche Organisationen eher weiter hinten.

Verlässlichkeit ist gefragt

Wie kann man diese Zahlen nun einordnen? Schreiben die Berichterstatter einfach voneinander ab?! Nein: Journalisten setzen gerne auf verlässliche Inhalte. Daher rangieren Medienseiten so weit vorne, denn die hier publizierten Inhalte wurden bereits durch Redakteure gecheckt. Einen ähnlich hohen Nutzungswert hatten die Pressevertreter auch bei den News-Blogs angegeben: 83 Prozent Nachrichtenseiten und 77 Prozent für News-Blogs.

Einen ebenfalls hohen Vertrauensbonus geniessen die Webangebote der Unternehmen oder staatlichen Stellen, sie wurden mit 68 Prozent benannt. Erst danach folgen NGOs, Unis und soziale Netze. Private Webseiten und Shops bilden das Schlusslicht bei der Recherchenutzung.

Eine Zahl deckt sich fast mit der einer anderen Studie: Im Dezember 2012 hatte das Agentur-Netzwerk ecco 700 Journalisten zur Social-Media-Nutzung befragt, bei der 61 Prozent angaben Social Media für die Arbeit zu nutzen. Das liegt nahe an den 56 Prozent für soziale Netzwerke, die die Redakteure in meiner Studie angaben.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Ich habe hier in vier Blogbeiträgen die Ergebnisse meiner Journalistenumfrage vorgestellt. Das Ganze will ich noch einmal komprimiert als Slideshare oder eBook zusammen fassen, um die wichtigsten Zahlen und Thesen auf einen Punkt zu bringen.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke der Zahlen. Mich stört, dass die Journalisten voneinander abschreiben. Dort werden Halbwahrheiten zur Gewißheit. Siehe aktuell die Aussage von Hahn über Rösler. Das Interview hat einen anderen Tenor.

  2. Pingback: PR-Transfer » Online-Pressearbeit – Nutzen und Regeln

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