Mit Experten übers Bloggen reden

Internet-Konferzenz expert 2.0 in Basthorst
Über Unternehmensblogs wird derzeit viel geschrieben, gerade heute ist im neolog das kleine ABC der Corporate Blogs erschienen und Jan Pötzscher hat über Blogs als Teil von Kommunikationsstrategien geschrieben. Ich schreibe nicht nur übers bloggen, ich rede auch gerne über Blogs. Ich teile meine Erfahrungen auf Konferenzen und nehme an Diskussionen teil – für die kommenden Monate stehen auch schon wieder einige Termine fest: Am 25. Oktober werde ich auf der expert2.0 anhand unseres WEMAG-Blogs über die Erreichung von Kommunikationszielen durch Blogs reden.

Bei der Konferenz “SOCIAL MEDIA FÜR DIE ENERGIEWIRTSCHAFT” werde ich am 16. Januar über die Nachhaltigkeit von Corporate Blogs sprechen. Hier geht’s im Kern um Longtail-Strategien, um Themen zu setzen und zu besetzen. Veranstalter sind die Energieforen Leipzig. Im Anschluss sitze ich im Podium der Diskussion »Social Media? Der Hype ist doch in spätestens zwei bis drei Jahren vorbei! Dann wird das Online-Tagesgeschäft. Dafür brauchen wir doch keine eigene Strategie!?« Darauf freue ich mich besonders, da es ja bei SoMe-Strategien durchaus kontroverse Meinungen gibt.

Unabhängig von meinen eigenen Vorträgen bin ich gespannt, was die anderen Kommunikations-Kollegen auf den Konferenzen zu berichten wissen. Und die besten Gespräche finden ja oft im Anschluss an die eigentliche Veranstaltung statt. Sollte ich noch weitere Einladungen erhalten und Vorträge halten, werde ich hier einen Kalender einrichten.

Corporate Blogs entwickeln sich zum Sommerthema der PR-Branche

Vor ein paar Wochen grad habe ich hier in einem Blogeintrag über unseren WEMAG-Blog und seinen Anteil im Kommunikations-Mix berichtet. Ohne es zu wissen, habe ich dabei auf eines der PR-Themen des Sommers gesetzt:

Im neolog startete Anfang Juni der Aufruf zu einer Blogparade über Corporate Blogs, zu dem auch Klaus Eck einen aktuellen Blog-Post hinzufügte: Warum das Corporate Blogging besser als Facebook ist. Auslöser war wie so oft Blogposts über das Ende des Bloggings. In wenigen Tagen kam es zu zahlreichen Artikeln und Feedback im neolog.

Auch “PR Doktorin” Kerstin Hoffmann griff schnell den Ball auf und verbreitete über Twitter und facebook ihre Thesen. Dabei rief sie auch zur Nennung guter Corporate Blogs auf. Gestern stellte sie unter “Beispiele, Beispiele, Beispiele” einen Schwung relevanter Unternehmensblogs vor. Darin finden sich ein paar dutzend Blogs deutscher Unternehmen – von Konzernen bis zu Kleinunternehmen. Innerhalb eines Tages liefen fast 40 Kommentare und Links zu weiteren Unternehmensblogs auf. Das zeigt ja, wie heiß das Thema derzeit wahrgenommen und diskutiert wird.

Was ist das Fazit? Blogs sind aus dem Kommunikations-Mix genauso wenig wegzudenken wie Kunden- oder Mitarbeiterzeitschriften, PR oder Social Media. Die Gewichtung wird sich hier und da verschieben, aber die einzelnen Kanäle werden bleiben. Johannes Lenz hat in seinem Beitrag Corporate Blogs: Vor- und Nachteile für Unternehmen übrigens sehr gut zusammengefasst, was die aktuellen Argumente pro und contra Corporate-Blogs sind.

Der Urlaubs-Pressespiegel: Jetzt wird gelesen, was bisher aufgehoben wurde. Fünf Lese-Tipps.

Bei mir flattern 20-30 Zeitschriften jeden Monat auf den Schreibtisch, darunter eine Menge Medien-Magazine. Eigentlich schaffe ich kaum die Hälfte davon zu lesen – lege aber schön einen Stapel Hefte an, die mich interessieren. Nun ist Urlaubszeit und ich habe mir ein gutes Dutzend davon mitgenommen.

Der “Journalist” ist für Mitglieder des DJV und informiert monatlich über die klassischen Medien Zeitungen, Fernsehen und Radio. Die Webseite enthält täglich recherchierte Linktipps, so dass sich ein regelmäßiger Besuch durchaus lohnt.

Die “Website Boosting” befasst sich mit Themen rund ums Thema Suchmaschinen-Optimierung und -Marketing. Gefühlt habe ich sie das erste Mal gelesen, aber nun verstehe ich deutlich besser, was unsere SEO-Agentur genau macht und wie wir das mit unseren (Online-)PR-Werkzeugen unterstützen können. Lesenswert!

Sowohl “CP-Facts” als auch der “CP|Monitor” drehen sich um das Thema Corporate Publishing. Da ich für unsere Kundenmagazine verantwortlich bin, erhoffe ich mir den einen oder anderen Tipp für die Arbeit. Beim ersten Blättern waren schon einige interessante Themen dabei, wie z.B. Tablet-Publishing.

Nicht im Bild, aber nicht minder spannend, die “Pictorial“. In dem Art Buyers Digest geht’s um Bildagenturen, Lizenzrechte und Fotokauf. Gut, um mal den Horizont in punkto Agenturen zu erweitern.

Foto-Tour: Highline-Park New York

Ich war kürzlich in New York und habe mich spontan in eine tolle Location verliebt: Den Highline Park. Diese grüne Oase inmitten der Wolkenkratzer ist einer der außergewöhnlichsten Parks der Stadt. Er steht auf der ehemaligen Strecke der oberirdischen Westside-Metro.

Gerade zum Sundowning lädt die Westside ja ein. Der Blick auf den Hudson, nach New Jersey, das viele Grün und die Kunstinstallationen locken zum Schlendern und Relaxen. Was mir besonders gefallen hat: entspannte Leute, leckeres Essen und moderne Architektur! Der Meatpacker-Destrict ist schon deswegen definitiv einen Besuch wert! Mehr Infos und schicke Bilder gibt’s unter facebook.com/thehighline

Die Bildagentur Getty Images hat knapp 40 Millionen Bilder im Angebot, für jeden Zweck das Passende. Dies ist die Botschaft des neuen Viral-Videos ‘From Love to Bingo‘, mit dem Getty wirbt. Was erstmal unspektakulär klingt, ist toll umgesetzt: 873 Getty-Bilder zeichnen staccato-artig in einer Minute eine Liebes- und Lebensgeschichte.

Idee und Umsetzung stammen von AlmapBBDO. Dafür haben die Macher 5.000 Fotos in der engeren Auswahl gehabt und eigens für den Spot die passende Musik komponiert.

Blogs bleiben Basisarbeit für Medien-Auftritt

nieuwsuur.nl Innerhalb eines Jahres hatte ich zwei Interviews mit europäischen Fernsehsendern – das ist für ein regionales Unternehmen wie die WEMAG ja eher überdurchschnittlich. Im vergangenen Jahr, berichtete France24 über unseren Ökostrom und vor wenigen Wochen die Holländer von NOS über Probleme der Energiewende. Natürlich bieten wir bei so einem aktuellen Thema wie der Energiewende genug Anknüpfungspunkte für Berichte, nur warum kommen Journalisten aus Frankreich oder Holland auf einen Energieversorger aus MV?

Die Erklärung gibt’s wie so oft online ;-) Bei ihren Recherchen stießen die Redakteure auf unsere Informationsangebote – und zwar nicht auf die Webseite der WEMAG, sondern auf den separat geführten Blog. Einige der von uns behandelten Themen besetzen bei Google obere Plätze, denn hier finden diese Themen in einer anderen Häufigkeit und Breite statt, als in der eigentlichen Pressearbeit. Sprich: Wir schreiben mehr Blogeinträge als Pressemitteilungen und wir bereiten die Themen anders auf, liefern mehr Bilder und können auch Hintergrundinfos per Links unterlegen.

Das Ganze ist ja nicht neu, und in den vergangenen Jahren wurden Blogs oft schon zum alten Eisen erkärt. Die Zukunft liegt laut einiger Experten ja eher bei Mikroblogging-Diensten und in den sogenannten Social Medias. Ich sehe das aber noch anders. Twitter, Facebook und Co sind für mich live-Medien. Wir bedienen sie ja auch, aber in den Timlines rutschen die Inhalte schnell durch. Der Online-Kommunikations-Mix aus (Mikro-)Blogs, Presseportalen, Socials, PR-Tools und Videochannels und eigenen Webseite, kann in seiner gesamten Bandbreite in einem Corporate-Blog gebündelt werden – einfach zu bedienen und für Suchmaschinen gut zu finden. Um also nachhaltig Themen zu besetzen, halte ich Blogs für die solidere Basis – gerade als “Themenspeicher” hat es sich für uns schon bezahlt gemacht.

Microsoft kauft Yammer – Signal für Social Intranets?

Wie das Wall Street Journal letzten Freitag berichtete, wird Microsoft das Social Network yammer.com für 1,2 Mrd. US$ kaufen. Das als “Facebook für Firmen” bekannte Unternehmen bietet Unternehmen die Möglichkeit ihre Mitarbeiter in eigenen sozialen Netzwerken zu vernetzen. Im Gegensatz zu Netzwerken wie XING oder LinkedIn geht es bei yammer darum, in geschlossenen Gruppen die unternehmensinterne Kommunikation zu fördern und Kollaborations-Werkzeuge zur Verfügung zu stellen. Das Netzwerk bietet nicht nur die von facebook bekannten Kommunikations- und Sharingtools an, sondern kann auch externe Server auf Dateiebene synchronisieren. Und da kommt Microsoft ins Spiel. Die Redmonder werden mit Sicherheit die vorhandene Sharepoint-Integration vorantreiben. Das yammer bereits seit längerem auf Skype setzt, dürfe deren Eigner Microsoft auch freuen. Schliesslich besteht hier Interesse, die Skype-Nutzung im Unternehmensumfeld auszubauen und damit stabile Umsätze zu erzielen.

Mit 200.000 Unternehmenskunden verfügt yammer über eine stabile Geschäftsbasis. Das heißt 200.000 Firmen setzen bei interner Kommunikation und Vernetzung nicht auf herkömmliche Tools, sondern auf ein soziales Netzwerk. Das Signal das von diesem Unternehmensverkauf ausgeht, zeigt, dass hier gerade ein Geschäftsfeld groß wird. Social Intranet kommt aus der Nische heraus. Nutzten bisher vor allem US-Startups und Kreativagenturen Tools wie yammer, zeigen Bench-Learning-Veranstaltungen mit Audi, Adidas, Continental und der Deutschen Bank, dass das Thema in deutschen Konzernen angekommen ist.

FCPX: Videoschnitt für Web-Video und Fernsehen

Ein Blick auf die Produktion von AUDI.TV mit Blackmagic Design und FinalCutProX

Ich habe ja ein Faible für Bewegtbild-Kommunikation. Darum bin ich letzte Woche in New York der Einladung von Blackmagic Design gefolgt. Der Soft- und Hardware-Hersteller für Videoproduktion hatte zu einer NAB-Nachlese eingeladen. Mit HD-Videotechnik der Marke Decklink mischte die Firma ja vor wenigen Jahren den Markt auf und unterbot viele etablierte Konkurrenten. Bei der Hausmesse stellte BMD die gesamte Palette vor, am dichtesten umlagert war die neue Blackmagic Cinema Camera. Ich habe mich aber eher für die Vorführung des aktuellen Final Cut Pro X interessiert. Hier durften wir einen Blick hinter die Kulissen der Produktion von AUDI TV werfen. Konkret wurde es mit dem Demo-Schnitt eines Making-of-Spots auf dem neuen Final Cut. Es war spannend zu sehen, mit welchem Aufwand sich der Autohersteller inszeniert – ein halbes Dutzend R8 auf einer abgesperrten Rennstrecke, ein Dutzend Kameras und ein Porsche Cayenne als Kamerawagen! Im Gegensatz dazu steht das verwendete Schnittprogramm: Mit knapp 240€ ist das neue Final Cut Pro 10 keine große Investition. Mit der Blackmagic-Hardware wie Intensity oder Decklink lassen sich schnell und preiswert Vorschau-Monitore anbinden oder der Rechner in Studio-Umgebungen integrieren. Damit ist FCP X vom kleinen Web-Video Schnitt bis zu Fernseh- und Kinoproduktionen geeignet. Von Vorteil ist, dass alles mit ein und demselben Programm möglich ist! Kein Wunder, das TV-Sender daran gefallen finden. Dem Vernehmen nach plant auch der NDR seinen kompletten Schnitt auf FCP X umzustellen.

Insgesamt wirkt das Zusammenspiel von Final Cut Pro 10.04 mit der Blackmagic-Hardware sehr flüssig und problemfrei. Auch auf Apple-Notebooks dank Thunderbolt-Anschluss! Die Decklink-Karten und Intensity-Boxen laufen natürlich auch mit anderer Software, und auch auf dem PC. Aber die Integration des Apple-eigenen Schnittprogramms FCP holt noch etwas mehr Performance aus den Rechnern und sorgt für einen verzögerungsfreien Schnitt. Weiterlesen →

Quo vadis Intranet?

Warum statische Intranets nerven und es Zeit für etwas Neues wird

Ich bin gerade im Urlaub in Spanien und der Rezeptionist in unserem Hotel fluchte heute wundervoll über das “hauseigene Internet”, in dem alles veraltet ist und nichts zu finden sei. Ein wenig erinnert mich das an unser Intranet und sein Vorgängersystem. Auch bei vielen Kommunikations­treffen stöhnen die Kollegen regelmäßig über ihre Intranets. Mangelnde Pflege, schnell veraltete Inhalte und krude Strukturen, die durch technische  Probleme und redaktionelle “Zwangs-”Verantwortlich­keiten von Abteilungen begünstigt werden, sind die meistgenannten Kritikpunkte. Wie bei uns, sind die beliebtesten Seiten oftmals der Speiseplan und – so regelmäßig gepflegt – der Presse­spiegel. Und an regelmäßiger Pflege fehlt es oft. Dabei setzen viele der Kollegen – so wie wir auch – das für die Internetseiten vorhandene CMS ein. Immerhin ein Fortschritt, bis vor kurzem verkümmerten Inhalte auf statischen Seiten. Ich glaube, genau dies ist der Knackpunkt! Oftmals setzen Content Management Systeme Schulungen voraus – diese müssen erstmal koordiniert und erbracht werden. Dann werden Verantwortlichkeiten zentral definiert und Kommunikations­leistungen dezentral eingefordert. Die Euphorie mag am Anfang groß sein – aber was ist, wenn mal ein geschulter Redakteur ausfällt? Aufschub, Nach­schulung weiterer Mitarbeiter oder spontane Hilfe vom Marketing oder IT? Das funktioniert oft nur leidlich fürs Internet. Das Intranet genießt nur selten einen ebenso hohen Stellen­wert.

Aber es geht doch aus Sicht der User auch einfacher: Jeder erstellt seine Inhalte selbst! Die technischen Hürden wurden im Internet durch Web 2.0 Technologie genommen, im Intranet kommen sie endlich an. Vereinfacht heißt das: Jeder Kollege kann ganz einfach seine Inhalte allein ins Intranet einstellen. Ideenaustausch, interne Kommunikation und Zusammenarbeit erhalten neue Impulse. Vielen Internet-Usern sind die Werkzeuge und sozialen Tools ja schon hinlänglich bekannt. Das Teilen und speichern von Informationen wird so extrem vereinfacht. Virtuelle Teams können sich in Gruppen zusammenschließen und ihre Projekte übers Intranet managen. Die Informationen laufen zentral zusammen und verstreuen sich nicht mehr über die Postfächer der Mitarbeiter.  Weiterlesen →

Der Wolf im Blätterwald: Erfolgsfaktor Journalismus bei Kundenmagazinen

Groß war die Aufmerksamkeit der Presse, als Rewe 2008 sein Kundenmagazin Laviva als Bezahl­produkt auf den Markt, sprich an die eigenen Kassen brachte. Sogar der Spiegel berichtete über die neue “Billig-Bedrohung aus dem Supermarkt”. Rewe positionierte das Heft mit Auf­machung und dem Themen­mix als neues Frauen­magazin, auch mit Hilfe einer medien­übergreifenden Werbe­kampagne. Nach vier Jahren ist klar, dass das Heft erfolgreicher Kommunikations-Baustein des Handels­riesen ist.

Ich möchte hier keine Lobes­hymne auf das Heft schreiben, nehme aber trotzdem die Laviva als Beispiel. Hier liest man nicht nur weichgespültes Werbe-bla-bla und Lobhudelei auf Dosenravioli. Die von Frauenmagazinen bekannten Produktempfehlungen und stylishen Tipps werden elegant mit vielen Produkten des eigenen Angebots gefüllt. Größere Fotostrecken, schick aufgemachte Rezepte, Modeseiten, Produkttests und auch kritische Artikel findet der Leser hier und merkt: Da sitzen Profis am Werk.

Eine 2009 vom Beratungshaus Client Vela, veröffentlichte Studie über den Nutzen von Kundenzeitschriften zeigt, wenn die von Ähnlichkeit Kundenzeitschriften mit Publikumszeitschriften steigt, wächst die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Leser. Ergo: Je mehr ein Kundenmagazin nach einem bezahlten Heft aussieht, desto mehr Leser greifen zu. Und Rewe geht noch einen Schritt weiter und verkauft den Kunden sein Magazin!
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